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Atradius News - Visual
Ausgabe September 2009 Weitere Informationen unter www.atradius.de
Sehr geehrte Damen und Herren,

die Entscheidung steht: Die Bundesregierung beabsichtigt noch in diesem Jahr, unter Nutzung der Infrastruktur der deutschen Kreditversicherer und damit auch von Atradius, eine staatliche Ergänzung zur privaten Kreditversicherung anzubieten. Die sogenannte „Top-Up-Deckung“ ist eine Fördermaßnahme für die deutschlandweit rund 45.000 Kreditversicherungskunden zur Aufstockung bestehender Kreditlimite auf Abnehmer, die durch die Finanzkrise in eine wirtschaftlich schwierige Situation geraten sind.

Erste hoffnungsvolle Meldungen erreichen uns von der Konjunkturseite: Der Export sendet Signale einer Stabilisierung, allerdings immer noch auf einem sehr niedrigen Niveau. Im Juli verkauften die Firmen deutlich mehr Güter ins Ausland als erwartet. Die Ausfuhren zogen zum Vormonat um 2,3 % an. Dies ist bereits der dritte Anstieg in Folge. Insgesamt ging das Ausfuhrvolumen von Januar bis Juli 2009 im Vergleich zum Vorjahr aber um fast ein Viertel zurück.

In der Septemberausgabe des Markt Monitors berichten wir unter anderem über die aktuelle konjunkturelle Lage in den für Deutschland besonders wichtigen Handelsnationen Frankreich, Italien und China. Außerdem lesen Sie, wie sich Exporteure gerade jetzt gegen Wechselkursschwankungen absichern können. Und in unserem Praxistipp Cashflow finden Sie wieder wertvolle Tipps für Ihr Forderungsmanagement.

Eine informative Lektüre wünscht Ihnen

Dr. Thomas Langen
Regional Director Deutschland, Mittel- und Osteuropa
 
   
Inhalt  
Staatliche Ergänzung der privaten Kreditversicherung beschlossen
Markt Monitor: Erste Zeichen einer Stabilisierung
Währungsschwankungen: Sicherheit bei internationalen Ausschreibungen
Praxistipp Cashflow: Ausfallrisiken richtig bewerten
Vor Ort: Diskutieren Sie mit uns in Wiesbaden und Karlsruhe
 
Staatliche Ergänzung der privaten Kreditversicherung beschlossen
  Der „Lenkungsausschuss Unternehmensfinanzierung“ der Bundesregierung hat am 1. September 2009 beschlossen, dass es noch in diesem Jahr eine staatliche Ergänzung der privaten Kreditversicherung geben wird. Das Aufstockungsprogramm für Kreditlimite (Top-up-Deckung) soll einen Deckungsrahmen von insgesamt 7,5 Milliarden Euro umfassen und ist zeitlich bis Ende 2010 befristet.

Atradius hat die Bundesregierung als Teil der Arbeitsgruppe konstruktiv bei der Erarbeitung des beschlossenen Programms begleitet und wird das Ergebnis verantwortungsvoll umsetzen. Die Top-Up-Deckung ist ausdrücklich keine Staatshilfe für die privaten Kreditversicherer, die keine Liquiditäts- oder Solvabilitätsprobleme haben.

Bei der Top-up-Deckung übernimmt der Staat den Teil des Forderungsausfallrisikos für deutsche Abnehmer, der nicht vom Kreditversicherer übernommen wird. Das Modell sieht eine Aufstockung bis zu maximal einer Verdoppelung des vom Kreditversicherer gezeichneten Kreditlimits vor. Beispiel: Der Kreditversicherer zeichnet auf einen versicherten Abnehmer ein Kreditlimit in Höhe von 50.000 Euro. Der Bund kann in diesem Fall nochmals maximal 50.000 Euro ergänzen.

Die Top-up-Police wird direkt mit den Kreditversicherern im Auftrag des Bundes abgeschlossen. Derzeit werden die Details der Maßnahme ausgearbeitet und entsprechende Verträge vorbereitet. Atradius wird seine Kunden und Makler mit allen relevanten Informationen zur Umsetzung des Programms versorgen, sobald alle Einzelheiten feststehen.

Die Pressemitteilung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zu diesem Thema finden Sie hier.
Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft

Pressemitteilung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft
 
 
 
Markt Monitor: Erste Zeichen einer Stabilisierung
  Der statistische Wert der erwarteten Zahlungsausfälle in Deutschland für die kommenden zwölf Monate ist im Juli erneut gesunken. Gegen eine Entwarnung sprechen aber die mehr als 16.000 Unternehmensinsolvenzen im ersten Halbjahr 2009 - ein Plus zum Vorjahr von rund 15 Prozent.

Der Markt Monitor berichtet in seiner Septemberausgabe umfassend über die aktuelle wirtschaftliche Situation in Frankreich, Italien, Schweden und der Schweiz sowie über Australien, China und Indien. Die Entwicklung der wichtigsten Exportmärkte ist ein entscheidender Faktor für die deutsche Wirtschaft.

In Frankreich bleibt - trotz Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung für die Bereiche Bau, Einzelhandel, Landwirtschaft und Lebensmittel - die Zahl der Unternehmensinsolvenzen mit 14.000 im zweiten Quartal weiter auf hohem Niveau. In Italien hat sich die Zahlungsmoral in den ersten sechs Monaten weiter verschlechtert. Immerhin scheint hier ein Ende der wirtschaftlichen Talfahrt im zweiten Halbjahr möglich.

Positive Meldungen aus dem Reich der Mitte: Die chinesische Regierung hat die wirtschaftliche Trendwende schneller eingeleitet, als dies viele Experten für möglich hielten. Trotzdem bleibt die Wirtschaft weiterhin stark von einer Erholung der wichtigsten Exportmärkte in Amerika und Europa abhängig.

Alle bisher erschienenen Ausgaben des Markt Monitors stehen auf www.atradius.de in der Rubrik Publikationen / Wirtschaftstrends kostenlos zum Download bereit.
Markt Monitor

Download: "Markt Monitor" September 2009
 
 
 
Währungsschwankungen: Sicherheit bei internationalen Ausschreibungen
  Die Absicherung von Währungsschwankungen ist nicht nur in der Großindustrie, sondern zunehmend auch im exportorientierten Mittelstand ein viel diskutiertes Thema. Denn Produkte „Made in Germany“ erfreuen sich im Ausland auch in konjunkturell schwierigen Zeiten großer Beliebtheit. Das Auf und Ab der Währungen entscheidet dabei maßgeblich über Gewinn und Verlust des Auslandsgeschäfts. Ziel des Unternehmers ist es, von den Chancen auf Währungsgewinne zu profitieren und gleichzeitig das Risiko von Währungsverlusten auszuschalten.

Das Problem entsteht schon in der Angebotsphase für einen internationalen Auftrag in lokaler Währung. Denn nicht selten vergehen zwischen der Abgabe des Angebots und dem Zuschlag viele Monate, insbesondere bei langlebigen Wirtschaftsgütern, wie dem Maschinenbau. Fällt in diesem Zeitraum die Fremdwährung im Vergleich zum Euro, kann das Geschäft für den deutschen Exporteur schon vor Beginn des Projekts zum Verlustbringer werden.

Atradius hat mit TERI (Tender Exchange Rate Indemnity) die erste Versicherung zur Absicherung von Wechselkursrisiken in der Angebotsphase entwickelt, bei der Versicherungsnehmer gleichzeitig 100 %ig von möglichen Währungsgewinnen profitieren. Die Absicherungsprämie wird zudem nur dann fällig, wenn der deutsche Lieferant auch den Zuschlag erhält. Mit TERI können internationale Transfers deutlich günstiger und flexibler abgesichert werden, als es bislang in Deutschland möglich war.
Sicherheit bei internationalen Ausschreibungen

Weitere Informationen zur Sicherheit bei internationalen Ausschreibungen
 
 
 
Praxistipp Cashflow: Ausfallrisiken richtig bewerten
  Neben der erforderlichen Beurteilung der Bonität Ihrer einzelnen Kunden sollten Lieferanten vor allem die möglichen Ausfallrisiken richtig und umfassend bewerten, die sich aus der individuellen Forderungsstruktur ergeben. Konjunktureinflüsse und eventuelle Mängel im Debitorenmanagement können einen entscheidenden Einfluss auf das Forderungsausfallrisiko haben.

Mit unserer Checkliste können Sie überprüfen, ob Sie die wichtigsten Aspekte bei der Risikobewertung Ihrer Forderungen berücksichtigen.
Praxistipp Cashflow: Ausfallrisiken richtig bewerten

Zur Checkliste: Ausfallrisiken richtig bewerten
 
 
 
Vor Ort: Diskutieren Sie mit uns in Wiesbaden und Karlsruhe
  Auch im Oktober und November ist Atradius wieder auf hochkarätigen Veranstaltungen vor Ort:




 
  Euroforum-Konferenz „Restrukturierung von Krediten“ am 27. / 28. Oktober

Wie vor allem Banken Problemkredite managen können, ist Kern der Euroforum-Konferenz "Restrukturierung von Krediten", die am 27. und 28. Oktober 2009 in Wiesbaden stattfindet. Über aktuelle Insolvenz- und Sanierungsfälle diskutieren renommierte Vertreter aus Banken und Kanzleien sowie Sanierer, Investoren und Insolvenzverwalter.

Im Rahmen des Programmschwerpunktes „Restrukturierung der Finanzierung und Risikosteuerung“ erläutert Dr. Thomas Langen von Atradius am zweiten Veranstaltungstag die Rolle der Kreditversicherer beim Erhalt gesunder Warenströme. In seinem Vortrag „Warenkreditversicherer – Partner der Restrukturierung“ gibt er Einblicke in die Risikosteuerung und Ausfallprognose der Atradius-Experten und zeigt Wege der Liquiditätssicherung durch ein professionelles Forderungsmanagement auf.

Das vollständige Veranstaltungsprogramm und die Anmeldung finden Sie hier. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.


  Euroforum

Veranstaltungs-
programm und Anmeldung
 
  5. Structured FINANCE Deutschland am 3. / 4. November

Der Kongress für moderne Unternehmensfinanzierung und strukturierte Finanzprodukte findet in diesem Jahr am 3. und 4. November im Kongresszentrum in Karlsruhe statt.

Im Atradius Workshop „Professionelles Forderungsmanagement als Schutz vor Insolvenz“ diskutieren der Insolvenzverwalter Dr. Siegfried Beck, Wolfgang Rempe vom TÜV Rheinland und Dr. Thomas Langen, Regional Director Deutschland, Mittel- und Osteuropa von Atradius am zweiten Veranstaltungstag über eine alte Kaufmannstugend, die in einer Wirtschaftsphase beispielloser Auftragseinbrüche eine existenzielle Bedeutung erlangt: Nur eine verbuchte Forderung ist für einen Unternehmer tatsächlich generierter Umsatz.

Atradius schenkt Finanzentscheidern aus Unternehmen und Banken einen kostenlosen Besuch des Fachkongresses in Karlsruhe. Schicken sie uns einfach Ihre Kontaktdaten einschließlich Ihrer Funktion per E-Mail. Sie erhalten dann umgehend Ihren persönlichen Registrierungscode zur kostenfreien Online-Anmeldung. Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei uns am Messestand und im Workshop.
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